Trinkwasser – Wie es Verdauungsbeschwerden verhindert

Trinkwasser – Wie es Verdauungsbeschwerden verhindert


Können Sie sich vorstellen, dass einfaches sauberes Wasser Verdauungsbeschwerden verhindert, ja sogar beseitigt? Im folgenden Beitrag möchte ich anhand der Wirkungsweise des Wassers im Magen zeigen, dass dies das beste Prophylaxemittel ist. ↓

Das solche akuten Schmerzen, wie bei Magenschleimhautentzündungen, nur durch Wasser beseitigt werden können, zeigt der vorherige Artikel Notsignal Verdauungsbeschwerden. Hier nun einige Erläuterungen warum und wie Wasser so einzigartig wirkt.

Wasser trinken vor dem Essen

In Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass die Menge von einem Glas Wasser sofort in den Darm gelangt und dort absorbiert wird. Es verbleibt also nicht länger im Magen. Innerhalb einer halben Stunde wird jedoch fast die gleiche Menge Wasser durch die Drüsenschicht der Magenschleimhaut in den Magen abgegeben. Dort wirkt es beim Aufschluss der Nahrung mit. Die Verdauung von festen Nahrungsmitteln ist abhängig von einer reichlichen Menge Wasser.

Was geschieht mit der Nahrung in unserem Magen?

Sazlsäure, die im Magen produziert wird, ergießt sich über die Nahrung, Enzyme werden aktiviert und die Nahrung wird in den homogenisierten flüssigen Zustand versetzt, in dem sie zur weiteren Verdauung in den Darm übergeht. Es liegt auf der Hand, dass hier Wasser wichtig ist.

Wasser schützt den Magen

Wasser hat im Magen auch eine Art Schutzfunktion für die Magenwand. Die Drüsenschicht ist die innere Schicht dieser Wand. Sie wird von der Schleimhaut bedeckt. Dieser Schleim besteht aus 98 Prozent Wasser und zwei Prozent aus Feststoffen, die die Stützsubstanz bilden. Diese Wasserschicht bildet eine natürliche Pufferzone. Die darunterliegenden Zellen sondern Natron (doppeltkohlensaures Natrium) ab, welches in der Wasserschicht gebunden ist. Wenn die Säure aus dem Magen versucht, diese Schutzschicht zu durchdringen, wird sie durch das Natron neutralisiert.

Wassermangel schwächt die Schutzschicht

Diese Reaktion (Neutralisieren der eindringenden Magensäure) führt zu einer vermehrten Salzproduktion (Natrium aus dem Bikarbonat und Chlor aus der Säure). Zu viel Salz wiederum verändert die wasserbindenden Eigenschaften des Stützmaterials im Schleim. Eine zu starke Neutralisation der Säure und zu große Salzdepots in der Schleimschicht machen diese weniger homogen und weniger klebrig, und führen dazu, dass Säure in die Schleimhautschicht gelangt und Schmerzen verursacht.

Der eigentliche Grund für die Wasserabgabe in der Schleimschicht scheint ein gründliches Durchspülen zu sein. Dabei wird die Schleimschicht von unten sehr effektiv wieder mit Wasser versorgt, während gleichzeitig neuer Schleim abgesondert wird. Diese erneuerte, verdickte und feuchte Schleimbarriere ist ein natürliches Schutzschild gegen die Säure im Magen. Von Natur aus hängt die Wirksamkeit dieses Schilds von einem regelmäßigen Wassernachschub ab, besonders vor der Aufnahme fester Nahrung, wenn die Säureproduktion in den Drüsen der Magenwand angeregt wird. So sorgt Wasser für den einzigen natürlichen Schutz gegen die Magensäure, von unten nach oben.

Wasser unterstützt aktiv die Heilung

Wasser ist höchstwahrscheinlich die einzige Substanz, mit der Erleichterung bei Magenbeschwerden zu erreichen ist. Schließlich ist es Wasser, und nur Wasser, was der Körper braucht und wonach er verlangt. Wenn wir sehr genau weitersuchen, finden wir noch mehr Anzeichen für Dehydration. Glauben Sie ja nicht, dass Magenschmerzen das Signal für ein isoliertes, lokal beschränktes Phänomen sind. Auf jeden Fall sind Magenschmerzen ein Anzeichen für Austrocknung — ein Durstsignal des Körpers — auch dann, wenn Geschwüre vorhanden sind. Wenn Wasser getrunken wird und die Schmerzen nachlassen, und wenn dabei auf eine angemessene Ernährung geachtet wird, kann das Geschwür nach einiger Zeit von selbst heilen.

Sind das nicht fantastische Aussichten? Sicher können Sie sich vorstellen, dass diese Auffassung nicht von allen geteilt wird. Wichtig ist, für sich eine Entscheidung zu treffen und zu wissen warum genügend Wasser trinken wichtig ist. Zieht man nun die komplexen Vorgänge in Betracht, liegt es sehr nahe, dass wir unseren Körper mit so wenig wie möglich zusätzlichen Stoffen belasten. Dies kann ich durch trinken von sauberem, reinem Wasser erreichen.

 

Quelle: Wasser die gesunde Lösung – Ein Umlernbuch, Kapitel 2 und 3; Autor: Dr. med. F. Batmanghelidj; Verlag: VAK Verkags GmbH, 18. Auflage 2012

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Beste Grüße aus Berlin

Sauberes Trinkwasser Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei
“Sauberes-Trinkwasser.com“ und „Wasserfilteranlage.com“

 

Photo von deggert07 unter CC BY 2.0 lizenziert