Trinkwasser - Irrtum 6: Pro Tag 1,5 Liter Flüssigkeit sind genug

Trinkwasser – Irrtum 6: Pro Tag 1,5 Liter Flüssigkeit sind genug


Kürzlich entspann sich in gemütlicher Runde die Diskussion unter den ambitionierten Autofahrern wieso sie denn nicht den preiswerteren Super Benzin E10 tanken würden. Der Tenor des Ganzen war: „So etwas tue ich meinem Motor nicht an, ich möchte doch keine Leistungseinbußen!“. Übertragen auf uns: Was tun wir uns an? Was tun wir unserem Organismus an und erwarten dennoch mehr Höchstleistung denn je? Welchen Einfluss haben unsere Trinkgewohnheiten auf unsere „Gesamtleistung“? ↓

Hauptsache Flüssigkeit?

Wie in der Themenüberschrift schon angedeutet, ist zum einen die Trinkmenge relevant und auch was wir trinken. Zuerst möchte ich auf das WAS eingehen. Wie fast immer darf ich eine logische Überlegung ins Feld führen. Wenn wir bedenken, dass wir, unsere Körper, aus ca. 75% Wasser bestehen, unser Gehirn sogar aus ca. 85%, dann ist es doch mehr als naheliegend, dass unsere Flüssigkeitszufuhr zum großen Teil aus Wasser bestehen sollte. Soweit die Logik.

Nun kann man eine Unmenge an Aspekten und Bereichen aufführen bei denen Wasser eine essentielle Rolle in unserem Organismus spielt. Einige werden wir hier bei Sauberes-Trinkwasser.com im Laufe der Zeit etwas beleuchten.

Einen sehr wichtigen Grund, warum gerade WASSER für unseren Körper die erste Wahl ist, ist das wir aus Wasser Energie gewinnen bzw. erhalten. Ähnlich einem Wasserkraftwerk. „Zufällig“ nutzt unser hochkomplizierter Organismus die Eigenschaften des Wassers aus. Wasser hat das Bestreben, sich von Lösungen mit einer geringeren Konzentration zu stärker konzentrierten Lösungen zu bewegen; das geschieht auch, wenn diese Lösungen durch eine dünne Membran voneinander getrennt sind. Wenn außerhalb der Zelle eine 94-prozentige und innerhalb der Zelle eine 75-prozentige Wasserkonzentration besteht, hat das Wasser die Tendenz, durch die Zellmembran in die Zelle zu fließen. Diese Differenz von 19 Prozent verhält sich ähnlich wie der „Wasserkopf“ beim Damm eines Wasserkraftwerks. Die Natur hat hier einen simplen Mechanismus eingerichtet, durch den jede Zelle mit genügend Wasser versorgt wird. Die Zelle nutzt den Konzentrationsunterschied von 19 Prozent, um in der Zelle so etwas wie Elektrizität zu erzeugen. Auf die gleiche Weise, wie der Wasserstand eines Stausees bei einem Wasserkraftwerk die Generatoren antreibt und so Energie erzeugt, treibt das Wasser am Zellrand die Kationenpumpen an und erzeugt so die elektrische Energie der Zelle.

Dies war ein Auszug aus dem Artikel Wasser und Leben, der das Kapitel 1 des Buches Rückenschmerzen & Arthrits von Dr. med. F. Batmanghelidj beinhaltet. Dieses Kapitel beschreibt und erklärt auch, dass Wassermangel Schmerzen verursacht.

Welche wesentliche Aufgabe Wasser bei der Bildung von Energie in unserem Körper erfüllt, lesen Sie in den Beiträgen:

Trinkwasser - Die Leben spendenden Eigenschaften des Wassers
Hydroelektrizität, die bevorzugte Energiequelle unseres Körpers

Damit kommen wir zur Menge, die unser Organismus an Wasser benötigt.

Wie viel Wasser und wann?

Unser Körper benötigt ständig Wasser. Er verliert Wassser durch die Lungen, wenn wir ausatmen. Er verliert Wasser beim Schwitzen, bei der Urinausscheidung und beim täglichen Stuhlgang. Ein guter Gradmesser für den Wasserbedarf des Körpers ist der Urin. Bei ausreichender Wasserversorgung ist der Urin farblos — einmal abgesehen von der Farbe von Vitaminen oder von Farbzusätzen in der Nahrung. Bei leichter Dehydration ist der Urin gelb, bei starker Dehydration orangefarben.

Der Körper benötigt täglich ungefähr zwei Liter Wasser und etwas Salz, um seine natürlichen Verluste durch Urin, Atmung und Schwitzen auszugleichen. Wird weniger Wasser aufgenommen, so werden die Nieren stark belastet. Sie müssen härter arbeiten, um den Urin zu konzentrieren und möglichst viele giftige Abfallprodukte in möglichst wenig Wasser auszuscheiden. Dieser Prozess bedeutet Schwerstarbeit für die Nieren.

Die Faustregel, auch für Menschen mit Übergewicht, lautet: Täglich gut 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht trinken! Bei 90 kg Körpergewicht benötigt man somit 2,7 Liter Wasser. Man sollte immer Wasser trinken, wenn man durstig ist, auch während einer Mahlzeit. Wassertrinken beim Essen beeinflusst den Verdauungsprozess nur unwesentlich, aber Wassermangel beim Essen beeinflusst ihn sehr drastisch. Man sollte morgens nach dem Aufstehen als Erstes mindestens zwei Gläser Wasser trinken, um den Wasserverlust auszugleichen, der während des Schlafens stattgefunden hat.

Trinken Sie ein oder zwei Gläser (je circa 250 Milliliter) Wasser eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit. Warten Sie auf alle Fälle diese Zeit bis zur Nahrungsaufnahme ab, damit das Wasser wirken kann. Wenn Sie unter Übergewicht, Depression oder Krebs leiden, sollten Sie auf jeden Fall zwei Gläser Wasser trinken. Während dieser halben Stunde wird das Wasser in das Blut aufgenommen und in den Magen abgegeben, wodurch dieser auf feste Nahrung besser vorbereitet ist. Wenn Sie vor einer Mahlzeit Wasser trinken, vermeiden Sie viele Magen-Darm-Probleme wie Blähungen, Sodbrennen, Kolitis, Verstopfung, Divertikulitis, Morbus Crohn, Hiatushernie, Darmkrebs und natürlich auch Gewichtszunahme.

Zweieinhalb Stunden nach der Mahlzeit trinken Sie wieder ein bis zwei Gläser Wasser (je nachdem, wie reichhaltig Ihr Essen war). Dies stimuliert die Ausscheidung von Sättigungshormonen und unterstützt den Verdauungsprozess im Darm. Außerdem verhindern Sie so, dass Sie glauben hungrig zu sein, während Ihr Körper nur mehr Wasser will, um die Verdauung der bereits gegessenen Nahrung zu beenden.

Trinken Sie während des ganzen Tages in regelmäßigen Abständen Wasser, um Durst zu vermeiden. Trinken Sie vor einer sportlichen Betätigung unbedingt Wasser, gleichgültig ob Sie nun spazieren gehen oder eine etwas anstrengendere, schweißtreibende Sportart wählen. Ich werde später noch auf die korrekte Salzmenge eingehen.

Die vorangegangen Ausführungen habe ich größtenteils dem Kapitel 8 aus dem Buch „Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs“ ebenfalls von Dr. F. Batmanghelidj entnommen. Einerseits weil darin noch weitere wichtige Hinweise zum Wassertrinken zu finden sind und andererseits, um Ihnen auch wirklich fundierte Informationen zu liefern.

Wenn Sie nicht mit angezogener Handbremse fahren möchten und Ihrem Körper die Möglichkeit geben wollen, Ihnen das Optimum an Leistung zu liefern, dann sollten auch SIE ihm das Optimum an „Brennstoffen“ gönnen. Das ist IHR Körper sicher wert! Und schon bald wird er DANKE sagen.

Dieser Artikel ist Teil einer Beitragsserie

Falls Ihnen Wassertrinken schwer fällt, darf ich Ihnen folgende zwei Beiträge ans Herz legen:

Wasser kann sogar schmecken

Wie aus Abneigung Verlangen wird

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Herzliche Grüße vom Havelufer aus Berlin

Sauberes Trinkwasser Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei
Sauberes-Trinkwasser.com und Wasserfilteranlage.com

Photo von Mr. Addi unter CC BY-SA 2.0 lizenziert

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