Trinkwasser - Wasser und Leben

Trinkwasser – Wasser und Leben


Was ist die wichtigste Leben spendende Substanz in unserem Körper? Denken auch Sie an das Blut? Oder an andere der vielen Substanzen in unserem Körper? Alle sind sie wichtig, gerät eine aus dem Gleichgewicht oder fehlt sogar erkranken wir. Lesen Sie warum Wasser die wichtigste der Leben spendenden Substanzen für uns ist. ↓

Im Folgenden finden Sie die detaillierte Erläuterung von Dr. F. Batmanghelidj:

Wasser und Leben

Die wichtigste lebenspendende Substanz im Körper ist Wasser. In den weichen Körpergeweben — in Muskeln, Leber, Nieren, Gedärmen — macht Wasser 75 Prozent des Zellvolumens aus. Eine gesunde Gehirnzelle sollte zu 85 Prozent aus Wasser bestehen. Die ersten Auswirkungen der Dehydration betreffen die Gehirnzellen. Sie reagieren sehr empfindlich auf Wasserverlust des Körpers, und ihre Funktionen werden schon durch winzige Veränderungen ihres Wassergehaltes beeinträchtigt. Die genannten Werte entsprechen ungefähr dem normalen, gesunden Zustand und der vollen Funktionsfähigkeit. Das Blut und die Flüssigkeiten außerhalb der Zellen bestehen zu ungefähr 94 Prozent aus Wasser.

Wasser hat das Bestreben, sich von Lösungen mit einer geringeren Konzentration zu stärker konzentrierten Lösungen zu bewegen; das geschieht auch, wenn diese Lösungen durch eine dünne Membran voneinander getrennt sind. Wenn außerhalb der Zelle eine 94- prozentige und innerhalb der Zelle eine 75-prozentige Wasserkonzentration besteht, hat das Wasser die Tendenz, durch die Zellmembran in die Zelle zu fließen. Diese Differenz von 19 Prozent verhält sich ähnlich wie der „Wasserkopf“ beim Damm eines Wasserkraftwerks. Die Natur hat hier einen simplen Mechanismus eingerichtet, durch den jede Zelle mit genügend Wasser versorgt wird. Die Zelle nutzt den Konzentrationsunterschied von 19 Prozent, um in der Zelle so etwas wie Elektrizität zu erzeugen. Auf die gleiche Weise, wie der Wasserstand eines Stausees bei einem Wasserkraftwerk die Generatoren antreibt und so Energie erzeugt, treibt das Wasser am Zellrand die Kationenpumpen an und erzeugt so die elektrische Energie der Zelle.

Die Energie aus der Elektrizität, die von den Pumpelementen erzeugt wird, wird in kleinen Energiepools oder „Batterien“ gespeichert, die als ATP (Adenosintriphosphat) bezeichnet werden. Aus diesem Energiepool bezieht die Zelle die Kraft, die sie zum Ausführen ihrer verschiedenen Funktionen, zum Beispiel den Informationstransfer in den Nerven, Zellwachstum, Zellteilung sowie die Erzeugung und Absonderung einiger Endprodukte, die die Zelle natürlicherweise hervorbringt, braucht. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, versorgt uns hauptsächlich mit Rohstoffen für den täglichen Bedarf und erzeugt einen Teil der Energie für nötige „Reparaturen“. Allerdings wird nur ein geringerer Teil der Energie, die für die unzähligen funktionellen Aktivitäten notwendig ist, aus der festen Nahrung bezogen. Wenn wir genug und regelmäßig trinken, wird der allergrößte Teil der Energie, die der Körper braucht, auf normale und natürliche Weise aus der hydroelektrischen Energie auf der Wirkungsebene der einzelnen Zellen bezogen.

Da jeglicher Austausch zwischen den Nerven zu einem sehr großen Teil von der hydroelektrischen Energie des Wassers abhängt, kann ungenügende Wasserzufuhr zu einem chronischen Müdigkeitszustand des Körpers führen.

Säuregrad und Zelle

Wenn aus irgendeinem Grund die Pumpaggregate einer bestimmten Körperregion nicht richtig funktionieren und dadurch zulassen, dass der Säuregehalt lokal steigt, so werden, nachdem ein bestimmter Säuregrad erreicht ist, chemische Reaktionen zwei Stoffe in Substanzen umwandeln, die als Kinine bezeichnet werden. Diese Kinine und ihre untergeordneten Produkte (K-Wirkstoffe) wirken schmerzerzeugend; sie zeigen an, dass der Säuregehalt in der Region erhöht ist und dass der Wasserüberschuss, der die säureregulierenden Pumpaggregate antreibt, nicht ausreicht.

Die Kinine haben zwei natürliche Funktionen: Eine besteht darin, Schmerz zu erzeugen und so die Region, in der Wassermangel herrscht, bewegungsunfähig zu machen, sobald die Zellen in dieser Region nicht alle wasserabhängigen Tätigkeiten ausführen können. Die andere, ebenso wichtige Funktion besteht darin, ein Anschubsystem aufzubauen, durch das der Blutkreislauf die Region mit mehr Blut und den nötigen Stoffen versorgt.

Wir sollten nicht vergessen, dass Wassermangel der Zellen gleichbedeutend mit einer Schädigung der Zellen ist, vor allem, wenn die Stufe erreicht wird, in der dieser Wassermangel Schmerzen erzeugt. Wir sollten dabei aber eines bedenken: Ausreichende Wasserzufuhr kann die schmerzerzeugende Stufe lokaler oder allgemeiner Dehydration zwar verhindern; wenn aber schon eine Schädigung der Zellen eingetreten ist, kann die hastige, vermehrte Wasseraufnahme in den meisten Fällen (und besonders bei Schmerzen in den Knochen und Ge­lenken) die Situation nicht sofort verbessern. Die lokale Schädigung wird auf eine Weise repariert, die Zeit braucht.

Das im Körper enthaltene Wasser befindet sich in zwei Zuständen: als freies Wasser und als gebundenes Wasser. Das gebundene Wasser hat die Aufgabe, bestehende Funktionen aufrechtzuerhalten. Es steht für neue Aufgaben nicht zur Verfügung. Freies Wasser steht, wie der Name schon andeutet, für die Ausführung sonstiger physiologischer Funktionen zur Verfügung — ganz ähnlich, wie in einem Betrieb der Cash-flow aktiv eingesetzt werden kann. Das gebundene Wasser wäre in diesem Sinn eine feste Wertanlage, ein Guthaben, das nicht einfach ausgegeben werden kann.

Sie müssen etwas tun, damit der Cash-flow des Körpers aufgestockt werden kann. Sie müssen Wasser trinken. Warten Sie nicht, bis Sie Schmerzen empfinden. Trinken Sie regelmäßig Wasser, auch wenn Sie nicht durstig sind. Hängen Sie nicht an der Vorstellung, dass ein trockener Mund das einzige Anzeichen für Durst ist. Chronischer Schmerz ist oft auch ein Anzeichen für den Durst einer bestimmten Region, zum Beispiel bei Polyarthritis der Hand-, Knie- und anderer Gelenke. Einige dieser Punkte werden (im Buch) später besprochen werden.

Mit zunehmendem Alter verlieren wir unser Durstempfin­den. Wir können Durst auf ein Glas Wasser haben, wenn unser Körper tatsächlich zwei, drei oder noch mehr Gläser voll Was­ser braucht, um den Wasserbestand „aufzustocken“. Bereits ein paar Tropfen Wasser können entscheidend für eine wichtige Körperfunktion sein.

Die tägliche Arbeit des Körpers ist von einem Umsatz abhängig, der ungefähr 40.000 Gläsern Wasser entspricht. Der Körper recycelt diese Wassermenge in 24 Stunden, aber am Ende benötigt er nur eine Zufuhr von ungefähr sechs Gläsern Wasser in 24 Stunden. Schwarztee und Kaffee, aber auch alkoholische und gesüßte Getränke sind nicht als Wasser zu bewerten; sie wirken austrocknend und treiben das Wasser aus dem Körper heraus. Im Sommer, in feuchten Jahreszeiten und bei dauernder sportlicher Betätigung benötigt der Körper noch mehr Wasser für sein Kühlsystem (das Schwitzen) — manchmal bis zu zehn oder fünfzehn Gläsern Wasser täglich oder sogar noch mehr.

Wenn Sie diese Menge Wasser trinken, sollten Sie sich nicht salzfrei ernähren. Andernfalls werden Sie Krämpfe bekommen; Salz wird benötigt, um Säure aus den Zellen und damit aus dem Körper auszustoßen. Eine erhöhte Wasseraufnahme bedeutet auch einen größeren Salzverlust des Körpers. Wasser selbst ist das beste natürliche Diuretikum (harntreibendes Mittel). Die Vermehrung der täglichen Urinmenge bedeutet einen entsprechenden Anstieg des Salzverlustes für den Körper, was wiederum Komplikationen mit sich bringen kann, so dass Sie eine angemessene Menge Salz zu sich nehmen sollten.

Soweit die Ausführungen von Dr. Batmanghelidj. Was die angemessene Salzmenge ist, können Sie in einem weiteren Beitrag erfahren.  [Erscheint demnächst]

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Herzliche Grüße vom Havelufer aus Berlin

Sauberes Trinkwasser Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei
Sauberes-Trinkwasser.com und Wasserfilteranlage.com

Buchquelle: "Rückenschmerzen & Arthritis Das Selbsthilfebuch"; Kapitel 1; Autor: Dr. med. F. Batmanghelidj, VAK Verlag
Photo von Aleksey Gnilenkov unter CC BY 2.0 lizenziert

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