Trinkwasser - Hydroelektrizität, die bevorzugte Energiequelle unseres Körpers

Trinkwasser – Hydroelektrizität, die bevorzugte Energiequelle unseres Körpers


Möchten Sie wissen wie unser intelligenter Körper mittels Wasser Energie erzeugt? Und das ihm Wasser zur Energiegewinnung noch lieber ist als Nährstoffe? Sie erfahren warum Sie sich mit dem einfachen Trinken von Wasser, keinen größeren Gefallen tun können. ↓

Dieses komplexe und ungemein spannende Thema legt Dr. med. F. Bathmanghelidj auf leicht verständliche Weise dar. Da ich mir nicht anmaße, es besser zu können, greife ich im Wesentlichen nun auf seine Ausführungen zurück.

Energiegewinnung und Mineralienverteilung

Wasser erfüllt eine noch wesentlich wichtigere Aufgabe bei der Bildung von Energie im Körper. Es ist für die Erzeugung von Hydroelektrizität verantwortlich, die hauptsächlich vom Gehirn benötigt wird. Diese ist eine „reine“ Energieform, es gibt praktisch keine Restprodukte oder Abfallstoffe. Überschüssiges Wasser wird als Urin ausgeschieden, es verbleibt nicht im Körper und bildet damit auch keinen „See“ im Körper — im Gegensatz zu überschüssiger Nahrung, die „Berge“ von Fett bildet. Die hydroelektrische Energieform ist für den empfindlichen Hirnstoffwechsel viel besser geeignet.

Wasser erzeugt Elektrizität im Zellinnern, über die dann die komplexen Funktionen mit Energie versorgt werden, die die Zellen am Leben und funktionsfähig erhalten. Die Membranen jeder Zelle im Körper enthalten bestimmte Proteine (Eiweißkörper), die eine Affinität für bestimmte Mineralien im Blut und in den extrazellulären (außerhalb der Zellen befindlichen) Körperflüssigkeiten aufweisen. (Affinität = Neigung, eine Verbindung einzugehen) Einige dieser Proteine „sammeln“ Natrium und Kalium, andere Magnesium, wieder andere Kalzium. Binden sich diese Mineralien nun an ihr spezifisches Protein, dann werden sie vom osmotischen Fließen des Wassers mit in die Zelle getragen.
An der Zellmembran erzeugt das osmotische Fließen des Wassers durch die Membran hydroelektrische Energie, die umgewandelt und in den Energiespeichern in Form von ATP (Adenosintriphosphat) oder GTP (Guanosintriphosphat) gespeichert wird. In diesem Energie erzeugenden Prozess werden die jeweiligen Mineralien neu verteilt und so wird das osmotische Gleichgewicht zwischen Zellinnerem und Zellumgebung wieder hergestellt.

Die Folgen von Wassermangel

Der entscheidende Punkt, den Sie unbedingt verstehen müssen, ist die Tatsache, dass das Innere der Körperzellen drastisch austrocknet, wenn der Körper unter Wassermangel leidet. Bei Wassermangel und Austrocknung des Körpers werden 66 Prozent des benötigten Wassers aus den Zellen herausgezogen, 26 Prozent des Wassers kommen von außerhalb der Zellen und 8 Prozent aus dem Blut. Die Blutgefäße haben keine andere Möglichkeit, als ihren Querschnitt zu verringern, um sich an die verringerte Blutmenge anzupassen. Daher erschöpfen sich die Energiereserven dehydrierter Zellen. Ihre Austrocknung zeigt sich durch verschiedenste Leistungseinbußen der Routinefunktionen des Körpers. Unser Gehirn ist das Organ, das am empfindlichsten auf Wassermangel reagiert.

Die Energieverteilung

Der menschliche Körper enthält ungefähr neun Billionen Gehirn- und Nervenzellen. Diese kommunizieren ständig miteinander, um den Körper an seine Umgebung anzupassen. Für diese komplizierten Aktivitäten ist Hydroelektrizität die beste und bevorzugte Quelle reiner Energie. Daher ist ein Glas Wasser das anregendste Getränk überhaupt. Es versorgt ein träges Gehirn in wenigen Minuten mit Energie. Würden Sie dagegen zu diesem Zweck etwas essen, so benötigte Ihr Körper nicht nur Wasser, um dieses Essen zu verdauen, sondern die Energiegewinnung dauerte auch recht lange: Die Nahrung muss zunächst in Zucker umgewandelt werden; erst dann können die Gehirnzellen diesen Zucker als Energiequelle nutzen.

Der Anteil des menschlichen Gehirns am Körpergewicht beträgt etwa ein Fünfzigstel. Und wie bereits erwähnt soll der Körper etwa neun Billionen Nervenzellen besitzen. Es heißt, die Gehirnzellen bestünden zu 85 Prozent aus Wasser. 20 Prozent des Blutes im Kreislauf sind für das Gehirn vorgesehen und werden dorthin transportiert. Das bedeutet, dass das Gehirn aus dem Blutkreislauf das herausziehen kann, was es für sein normales Funktionieren braucht. Das Gehirn ist immer aktiv, genauso wie Herz, Lunge, Drüsen, Blutkreislauf usw.. Es verarbeitet alle Informationen aus den verschiedenen Körperteilen und außerdem das, was aus der physischen, sozialen und elektromagnetischen Umgebung täglich auf das Gehirn einströmt.

Um alle Eindrücke zu verarbeiten und alle Teile des Körpers für eine koordinierte Antwort zu aktivieren, braucht das Gehirn riesige Mengen an Energie. Gleichzeitig verbraucht es Energie zur Herstellung der Aufbaustoffe und der verschiedenen chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter), die in den Gehirnzellen hergestellt und zu den jeweiligen Nervenendigungen transportiert werden müssen. Auch das Transportsystem benötigt viel Energie. Dieser hohe Energieverbrauch des Gehirns ist meiner Meinung nach der Hauptgrund dafür, dass es etwa 20 Prozent des zirkulierenden Blutes erhält: Es benötigt das im Blut enthaltene Wasser zum Erzeugen von Hydroelektrizität. Natürlich wird das Gehirn über das Wasser auch mit den benötigten Rohstoffen zur Herstellung seiner verschiedenen chemischen Stoffe versorgt.

Bei einigen Reizen wird die Schwelle für Energieabgabe nicht erreicht. Das Gehirn bestimmt, welche Reize eine Energieabgabe wert sind und welche nicht. Wenn die ATP-Reserve gering ist, rufen viele Reize keine Reaktion hervor. Diese geringe ATP-Reserve in einigen Gehirnzellen äußert sich als Ermüdung der Funktionen, die von diesen Zellen überwacht werden. Daher ist Essen kein guter Lieferant für sofortige Energie, sondern Wasser.

Das zentrale Kontrollsystem des Gehirns erkennt, wann die Energiespiegel für seine Funktionen zu niedrig werden. Hunger-und Durstgefühl resultieren ebenfalls aus diesen niedrigen Spiegeln frei verfügbarer Energie. Damit die im Fett gespeicherte Energie mobilisiert werden kann, muss sie über Hormone freigegeben werden. Dies dauert für den dringenden Energiebedarf des Gehirns zu lange (und erfordert auch etwas körperliche Aktivität zur Energiefreigabe). Das Vorderhirn erhält seine Energie entweder über Hydroelektrizität oder über Zucker im Blut.

Das Gehirn benötigt ständig und dringend Wasser:
  • Erstens zum Erzeugen hydroelektrischer Energie zur Nachrichtenübertragung.
  • Zweitens, weil der Transport durch die Zellmembranen des Gehirns von einer ausreichenden Wasserversorgung abhängig ist. Die Membranschranken (Blut-Hirn-Schranke) müssen hier „flüssiger“ sein, damit Substanzen aus dem Blut schneller in das Gehirn transportiert werden können.
  • Drittens, weil die durch Hydroelektrizität erzeugte Energie auch für alle Transportsysteme auf den „Wasserwegen“ in den Nerven benötigt wird, die das Gehirn mit den verschiedenen Körperteilen verbinden.

Dies sind die drei Hauptgründe, warum das Gehirngewebe zu 85 Prozent aus Wasser besteht und fast ständig durstig ist. Wenn Sie diesen Durst Ihres Gehirns mit Hunger verwechseln, da sich die Empfindungen ähneln, schaffen Sie einen physiologischen Zustand, der vorzeitigem Altern, Krankheit, Verfall und frühem Tod den Weg bereitet. Übergewicht, Depression und Krebs sind drei der „Etiketten“, die wir Mediziner geschaffen haben, um den tödlichen Prozess eines anhaltenden unbeabsichtigten Wassermangels im menschlichen Körper zu beschreiben.

Im ausgetrockneten Zustand hemmt der Körper zunächst einige seiner Funktionen und baut schließlich seine Strukturen und Bestandteile ab. Nehmen Sie als Beispiel die beiden Formen des Diabetes mellitus. Bei Diabetes Typ II wird die Produktion und Freigabe von Insulin gehemmt. Bei Diabetes Typ I werden die Insulin erzeugenden Beta-Zellen von innen heraus zerstört. Beide Diabetes Formen sind die direkte Folge einer unbeabsichtigten Dehydration oder genauer gesagt, einer Ignoranz der Ärzte gegenüber der Bedeutung des Wassers für Gesundheit und Wohlbefinden. Der Körper hat keine andere Alternative als eine strikte Rationierung des Wassers. Daher müssen wir die Bedeutung der Dehydration für den Stoffwechsel verstehen, wenn wir den Krankheitsprozess umkehren wollen. Mit Dehydration meine ich nicht nur Wassermangel; ich spreche auch von dem Rohstoffmangel, der schließlich in einer Krankheit seinen Höhepunkt findet. Dies erkläre ich noch genauer in den Abschnitten zu Depression und Krebs. (im Buch)

Soweit die Ausführungen von Dr. Batmanghelidj, den ich nur zustimmen kann. Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Sie sich die notwendige Zeit nehmen, diese „Wassergrundlagen“ zu begreifen. Wenn es Ihnen wie mir geht, und Ihnen klar wird welche enorm große Rolle Wasser in uns spielt, für unsere Gesundheit spielt, dann ist die Frage von allein beantwortet wie rein und sauber mein Trinkwasser sein sollte.

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Herzliche Grüße vom Havelufer aus Berlin

Sauberes Trinkwasser Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei
Sauberes-Trinkwasser.com und Wasserfilteranlage.com

Buchquelle: "Die Wasserkur bei Übergewicht, Depression und Krebs"; Kapitel 3; Autor: Dr. med. F. Batmanghelidj; VAK Verlag
 Photo von Teresa Boardman unter CC BY 2.0 lizenziert

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