Trinkwasser – Irrtum 7: So wenig wie möglich Salz

Trinkwasser – Irrtum 7: So wenig wie möglich Salz


Klingt folgende Aussage nach einer gefährlichen Substanz, die man eher meiden sollte? „Salz wurde zu allen Zeiten von Heilkundigen verwendet. In Wüstenländern wissen die Menschen, dass die Salzaufnahme ihre Versicherung für das Überleben ist. Für diese Menschen sind Salzminen das Gleiche wie Goldminen.“ Wieso ist also Salz für uns so wichtig? ↓

Ein Grund warum Salz in den vergangen Jahren einen „schlechten Ruf“ erlangt hat liegt darin, dass es für verschiedene Krankheitssymptome mitverantwortlich gemacht wird, wie beispielsweise Bluthochdruck. Leider zu unrecht. Warum ist das so?

Das Wassergleichgewicht

Nun um dies nachvollziehen zu können, müssen wir uns ein wenig vor Augen führen, wie unser Körper den Wasserhaushalt managt. Drei wichtige Komponenten regulieren gemeinsam den Wasserhaushalt, Wasser, Salz und Kalium. Wasser reguliert den Wassergehalt im Inneren der Zelle, indem es sich den Weg in alle erreichbaren Zellen bahnt. Es muss dahin gelangen, um die giftigen Abfallstoffe des Zellstoffwechsels hinauszuschwemmen. Sobald Wasser in die Zellen gelangt, wird es vom Kalium festgehalten und zwar in dem Maße, in dem Kalium in den Zellen verfügbar ist. Gäbe es jetzt kein Salz, quasi als Gegenspieler, würde das ganze Wasser in die Zellen „wollen“. Das richtige Maß an Salz entzieht den Zellen etwas Wasser und sorgt dafür, dass auch außerhalb der Zellen ein Wasserausgleich stattfindet (osmotische Retention von Wasser durch Salz).

Es ist außerordentlich wichtig, das ein Gleichgewicht zwischen dem Wassergehalt außerhalb und innerhalb der Zellen besteht. Kommt es nun dazu, dass kein bzw. ungenügend Wasser zur Verfügung steht, weil wir z.B. zu wenig trinken, reagiert unser Wassermanagement auf den Wassermangel. Nun wird aus dem äußeren (extrazellulärem) Salzwasser Wasser gefiltert und in die Zellen gespritzt. Diese „Notfallinjektionen“ sind Überlebensmaßnahmen unseres Körpers. Tritt dieser Notfall aufgrund von Wassermangel (zu wenig trinken) ein und dauert an, startet unser Wassermanagement ein System, um für diese Maßnahme Wasser zu horten, und zwar genau in diesem extrazellulärem Raum. Dafür weißt unser Gehirn eine stärkere Salz- und Wasserretention durch die Nieren an. Dass dies für die Nieren eine enorme Mehrarbeit bedeutet, Wasser und Salz zurückzuhalten, können Sie sich sicher vorstellen.

Jetzt macht er Druck

Dieses Wasserbevorraten im „Außenbereich“ der Zellen nehmen wir dann als Ödeme war. Natürlich gibt es noch weitere Ursachen für Ödeme, nicht selten ist Wassermangel die eigentliche Ursache. Reagieren wir immer noch nicht mit mehr Wasser- und Salzzufuhr, schaltet unser Wassermanagement noch einen Gang höher. Es erhöht den Injektionsdruck für die „Notfallwasserinjektionen“. Dieser ist nun messbar als Bluthochdruck. Wenn Sie nun zu Ihrem Arzt gehen, und dieser den Wassermangel außer Acht lässt (was leider noch häufig der Fall ist), verordnet er Ihnen ein Diuretikum. Dieses bewirkt noch mehr Wasser- und Salzabtransport, wo doch schon der absolute Notstand auf diesem Gebiet herrscht. Da ich kein Mediziner bin, sollen die Ausführungen bis hier genügen. Die Schlüsse daraus sollten und können Sie sich selbst ableiten. Natürlich stehen wir von Sauberes-Trinkwasser.com Ihnen gern für individuelle Beratungen zur Verfügung.

Wie viel Salz?

Aus dem bisher Gesagten, können Sie die große Bedeutung von Wasser und Salz erkennen. Selbstverständlich sind auch weitere Stoffe wichtig, wie Mineralien, Vitamine usw.. Wir wollen uns hier hauptsächlich auf das Wasser und die damit unmittelbar in Verbindung stehenden Themen konzentrieren.

Auch wenn es sich fast erübrigt, möchte ich noch einmal betonen, wir benötigen dringend WASSER und SALZ. Das heißt nicht, dass wir es damit übertreiben sollten. Was die optimale Wassermenge anbelangt können Sie im Beitrag Irrtum 6: Pro Tag 1,5 Liter Flüssigkeit sind genug lesen. Hier noch eine Empfehlung für die optimale Salzmenge, die bei ausreichender Wasserzufuhr gilt.
Als Faustregel können Sie 3 Gramm Salz pro Tag annehmen, die Sie über den Tag verteilt mit dem sauberen Wasser aufnehmen sollten. Wenn Ihr gesundes Maß 2,5 Liter Wasser beträgt, wären das 3 Gramm auf 10 Gläser Wasser verteilt. Trinken Sie mehr, treiben Sie Sport, schwitzen Sie, befinden Sie sich in heißem Klima benötigen Sie noch mehr Wasser UND Salz.
Verwenden Sie Ihrer Gesundheit zu Liebe kein raffiniertes Salz. Greifen Sie auf unraffiniertes Meersalz oder Steinsalz zurück. Der wahre Wert eines Salzes liegt in den darin enthaltenen Mineralien. Natrium ist eines der über achtzig Mineralien, die in einer guten Salzsorte enthalten sind. Damit erübrigt sich auch gleich die Überlegung ob in meinem sauberen Wasser denn auch noch genügend wichtige Mineralien sind.

Abschließend eine Warnung:
Übertreiben Sie es mit dem Salz nicht. Beachten Sie bitte das Verhältnis zwischen Salz- und Wasserbedarf des Körpers. Sie müssen immer sicherstellen, dass Sie genug Wasser trinken, um das überschüssige Salz aus dem Körper zu schwemmen.
Unserem Körper ist es am liebsten, wenn er reichlich von allem hat und er selbst die optimale Mischung herstellen darf und kann. So muss er keine Notfallmechanismen in Gang setzen. Allein schon aus diesem Grund gebietet mir der gesunde Menschenverstand, dass wir unserem Organismus nicht wirklich einen Gefallen tun, wenn wir das Wasser was wir trinken, mit allerlei gut gemeinten Stoffen anreichern, die er dann wieder mühsam zerlegen muss. Ganz zu schweigen von Stoffen die ihm auf Dauer schädlich sind.

In dem Artikel Verborgene Wunderwirkungen von Salz erfahren Sie noch 26 weitere Funktionen des Salzes.

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Herzliche Grüße vom Havelufer aus Berlin

Sauberes Trinkwasser Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei
Sauberes-Trinkwasser.com und Wasserfilteranlage.com

Photo von Roger Ahlbrand unter CC BY 2.0 lizenziert

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